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Bachelorthesis

Im Sommersemester 2006 habe ich meine Bachelorthesis verfasst.
Thema war ein Tanztheater in Heiligendamm.
Heiligendamm ist Seebad und erholungsort in Mecklenburg-Vorpommern und liegt in der Nähe von Bad Doberan bei Rostock




Beschreibung und Begründung der Lage.

Das neu geplante Tanztheater habe ich möglichst weit weg von der Villenbebaung platziert. Meiner Meinung nach ist es nur schwer möglich einen Bezug zwischen Alter und Neuer Bebauung herzustellen. Die Baufläche, die am Golfteich zur Verfügung stand, bietet ausreichend Platz und hat keinen Bezug zu den Villen und den anderen Gebäuden des Hotelkomplexes. Die vorhandene Straße zwischen der Hotelanlage und dem Tanztheater ist zusätzlich eine räumliche Trennung. Der Blick zum Strand bleibt jedoch trotzdem erhalten, da das Theater den nötigen Abstand von der Promenade hat. So ist es den Besuchern möglich vom Vorplatz, aus dem Foyer oder vom Cafe im Obergeschoss aus, die Ostsee zu betrachten.




Beschreibung des Konzeptes.

Wenn ein Paar miteinander tanzt, bilden ihre beiden Körper eine Einheit, sie verschmelzen regelrecht miteinander. Der eine Körper schmiegt sich an den anderen und zusammen werden sie Eins. Wie ein Paar beim tanzen sollten auch die beiden Körper des Theaters miteinander verschmelzen. Beide Körper sind unterschiedlich und doch gehören sie zusammen. Der eine Körper (Theatersaal) ist starr und massiv. Der zweite, transparent und leicht, schmiegt sich dagegen und legt sich um den anderen, so bilden sie ein Gesamtgebäude.
Tanzen hat immer etwas mit Bewegung zu tun, so auch in dem Gebäude. Das Gebäude ist so gestaltet, das es fast keine geraden Wände gibt. Der Besucher wird immer an einer runden und geschwungenen Wand entlang geführt. Auch die Darsteller und Angestellten, die sich im nicht öffentlichen Teil des Gebäudes aufhalten, stoßen selten auf eine gerade Wand sondern werden immer gezwungen sich auf ihren Wegen durch das Gebäude an der runden Wand entlang führen zu lassen. Die Vereinigung zweier Körper und die Bewegung der runden Wand bilden mein Tanztheaterkonzept.




Beschreibung des Gebäudes.

Baulich gesehen hat das Theater zwei Gebäudeteile. Zum einen den Theatersaal und zum anderen der Gegenkörper der sich um den Saal legt. Schaut man sich die Grundrisse genauer an, stellt man fest, dass es sich aber um drei Gebäudeteile handelt. Der Theatersaal, ein öffentlicher Bereich und ein nicht öffentlicher Bereich. Der Besucher erreicht das Theater über eine große Terrasse, die im Sommer mit Bestuhlung als Sitzmöglichkeit genutzt werden kann.
Er betritt das Foyer und hat dort die Möglichkeit am Tresen seine Eintrittskarte zu kaufen. Vom Foyer aus gelangt man in den Keller, in dem sich die Toilettenräume der Besucher befinden, sowie die Garderoben. Als Garderobe stehen Schließfächer zur Verfügung in denen die Besucher ihre Sachen einschließen können. Vom Foyer aus werden die Besucher in den Theatersaal geführt und können dort ihre Sitze einnehmen. Über zwei Treppen hat man die Möglichkeit ins Theatercafe zu kommen. Von dort aus kann der Besucher den Theatersaal ebenfalls betreten. Im Theatersaal befinden sich die Sitztribühne, die fest installiert ist, der Orchestergraben und die Bühne. Orchestergraben und Bühne sind in der Höhe verstellbar, so können schwere und große Requisiten leichter auf der Bühne platziert werden. Der Orchestergraben kann entweder als Vorbühne, als Sitz- und Lauffläche für Zuschauer oder als Orchestergraben genutzt werde. Beide Flächen (Orchestergraben und Bühne) lassen sich über Hydraulikstempel in der Höhe verstellen, und müssen dann in ihrer Bestimmungsposition fixiert werden.
Der nicht öffentliche Bereich der Gebäudes ist nur im Obergeschoss mit dem öffentlichen Teil verbunden, dadurch bietet sich die Möglichkeit einer Mischung zwischen Darsteller und Zuschauer im Cafebereich. Das Erdgeschoss des nicht öffentlichen Gebäudeteils ist im Erdreich versenkt, dadurch bietet es die Möglichkeit der hohen Räume im Bereich der Werkstatt, des Lagers und der Technikräume, welche diese Höhe benötigen.
Im Obergeschoss befinden sich noch Studios, die Verwaltung des Theaters, Garderoben und Aufenthaltsräume.
Der Bereich zwischen Theatergebäude und Wald ist einem Hof vorbehalten, auf dem die Belieferung des Theaters stattfindet. Des Weiteren können dort die Darsteller und Angestellten des Theaters parken.




Beschreibung der Materialien und Konstruktion

Der Theatersaal besteht zum Größten Teil aus Ortbeton bei dem die Oberfläche die Betonoptik behalten soll. Der Rest des Gebäudes ist mit einer Glasfassade umgeben, die nicht tragend ist. Die Glasfassade ist eine Pfosten- Riegelkonstruktion bei der die Pfosten und Riegel so dünn wie möglich (ca. 5cm Dicke) ausgebildet werde um möglichst wenig die Glasflächen zu stören. Im Erdgeschoss des besteht die Fassade teilweise aus Milchglas um einen Einblick in die Räume zu verhindern die nicht eingesehen werden sollten, wie zu Beispiel die Werkstatt, das Lager, die Technikräume und andere.
Die tragenden Teile des Gebäudes sind die Stützen im Foyer, die die Last der Decken abfangen und die Innenwände, die tragend ausgebildet werden sollen.


Raumgrößen

Foyer                      596 m²
Theatercafe             270 m²
Küche vom Cafe     65 m²
Verkaufsraum          24 m²
Zuschauerraum       500 m²
(420 Sitzplätze)
Bühne                      250 m²
Orchestergraben/ Vorbühne    65 m²
Lager                       360 m²
Werkstatt                 390 m²
Haustechnik            135 m²
Hausmeister             71 m²
Kostümlager             24 m²
WC/ Duschen im  EG        75 m²
WC/ Duschen im OG        70 m²
Garderoben              145 m²
Verwaltung              300 m²
Aufenthaltsraum      170 m²
Studio 1                   136 m²
Studio 2                   200 m²
Besuchertoiletten    125 m²
Gesamtfläche            ca. 5500 m²

Zeichnungen













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