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Profanbauten der Hansezeit

in Wismar


Inhaltsverzeichnis


1 Vorwort

2 Geschichtliche Daten der Hansestadt Wismar

3 Der „Alte Schwede“

3.1 Geschichte

3.2 Beschreibung des Gebäudes

4 Das „Schabbellhaus“

4.1 Entstehung und Veränderung

4.2 Beschreibung des „Schabbellhaus“

5 Literaturverzeichnis


1 Vorwort


In diesem Referat möchte ich mich mit dem Thema „Profanbauten der Hansezeit“ beschäftigen. Als Beispiel habe ich zwei Bauten der Hansestadt Wismar gewählt, die zur Zeit der Hanse errichtet worden sind. Das Eine, der „Alte Schwede“, ist ein Bauwerk der typischen Backsteingotik, das „Schabbellhaus“ hingegen, ist ein Gebäude welches zum Ende der Hansezeit errichtet worden ist und im Stiel der Renaissance entstand.
Beide Häuser stehen für den ausgesprochenen Reichtum den die Hansezeit bei den Kaufleuten und Handwerkern hervorgebracht hat.
Zu beginn werde ich eine Kurze Einführung in die Geschichte Wismars machen. Im Anschluss komme ich dann zu den benannten Gebäuden und werde deren Entstehungsgeschichte kurz erläutern. Danach folgt eine Beschreibung, die zeigen soll wie sich die Gebäude heute darstellen.


2 Geschichtliche Daten der Hansestadt Wismar


Die Stadt Wismar hat eine wechselhafte Geschichte vorzuweisen. Der Name „Wismar“ ist erstmals für das Jahr 1147 urkundlich belegt, als der dänische König Sven Grade in „Wizmar Havn“ – der Wismarer Bucht – anlandet.
Das Gründungsjahr der Stadt ist nicht genau festgelegt, jedoch wird es auf das Jahr 1226 geschätzt. 1229 wird Wismar erstmals als Stadt urkundlich erwähnt, in diesem Jahr wurde dort das lübische Stadtrecht ausgerufen. Nur wenige Jahre nach der Gründung Wismars tritt die Stadt der Hanse bei. Im Jahr 1259 schließen sich Wismar, Rostock und Lübeck zusammen um gemeinsam gegen Seeräuberei zu kämpfen. In den darauf folgenden Jahren erreichte Wismar eine Ausdehnung, die bis ins 19 Jahrhundert bestehen bliebt.
Bis 1358 ist Wismar sogar die Hauptstadt von Mecklenburg.
Wismar gehörte mit zu den mächtigsten Handels- und Hansestädte des Ostseeraums, allein 70 Hansetage fanden dort statt. Zeugen dieser reichen Zeit sind der große Marktplatz von 100 mal 100 Metern, die stattlichen Bürgerhäuser und ihre mächtigen Kirchen., Mit dem Bau der Georgen Kirche wurde etwa 1259 begonnen. Die Heiligen-Geist-Kirche wurde 1326 geweiht. Die Nikolaikirche entstand etwa in dem Zeitraum von 1381 bis 1487 und die Marienkirche etwa von 1320 bis 1414.
Neben Lübeck, der Nummer eins der Hanse, waren weitere wichtige Städte im Ostseeraum Wismar Rostock, Stralsund, Danzig, Reval und Riga.
Nach dem Niedergang der Hanse wurde Wismar im 30-jährigen Krieg von Schweden besetzt und fiel in der Zeit von 1648 bis 1803 an Schweden. Im Jahr 1803 wird Wismar für 100 Jahre an Mecklenburg verpfändet und wird dann endlich 1903 wieder ein Teil des Deutschen Reiches.

3 Der „Alte Schwede“


3.1 Geschichte


Steht man in Wismar auf dem Marktplatz kann man ihn nicht verfehlen. Auf der Ostseite des Marktplatzes steht der „Alte Schwede“. Markant durch seinen Stufengiebel aus Backstein. Er ist das älteste noch erhaltene Gebäude in Wismar, das allerdings in einigen Teilen rekonstruiert ist. Das gotische Haus wurde als Handels- und Gewerbegebäude im Auftrag eines wohlhabenden Kaufmannes vermutlich im Jahr 1380 errichtet. Im Erdgeschoss war die hohe Diele angeordnet, die die gesamte Breite des Hauses einnahm und sowohl als Verkaufs- und Gewerberaum als auch als Lager genutzt wurde. Der Name „Alter Schwede“ Stammt aber erst aus einer späteren Zeit. Im Jahr 1878 wurde in dem Haus eine Gaststätte eingerichtet und der Name ist als Erinnerung an die Zeit der Zugehörigkeit Wismars zu Schweden (1648 – 1803) vergeben worden. 1977 musste das Restaurant dann geschlossen werden, da das Gebäude zu baufällig und nicht mehr sicher geworden war. Noch im gleichen Jahr begannen am „Alten Schweden“ die Restaurierungsarbeiten und bis heute wird das Gebäude wieder als historisches Restaurant genutzt. Der Eindruck, den der Besucher heute hat, wenn er das Gebäude betritt, hat aber leider nichts mehr mit dem Ursprünglichen aus dem 14. Jahrhundert zu tun.

3.2 Beschreibung des Gebäudes


Auffällig ist bei erster Betrachtung das sehr hohe und massive Erdgeschoss im vergleich zum geöffneten und mit Fenstern bestücktem Oberen Teil des Giebels. Das gotische Spitzportal ist mittig in der Hausfassade angeordnet und wirkt durch die große, wuchtige Eichentür sehr stark. Im Oberlicht der Tür befindet sich seit einigen Jahren ein Schwedenkopf. Diese Köpfe sind über die ganze Stadt verteilt und stehen als Symbol und Erinnerung an die Schwedenzeit.
Die neunteiligen Fenster im Erdgeschoss sind erst nach der Restaurierung in dieser Form eingebaut worden. Dies ist an den Überresten der alten Stürze zu erkennen, welche heute noch als flache Bögen im Mauerwerk über den heutigen Fenstern zu erkennen sind. Trotzdem gab es schon immer große Öffnungen in diesen Bereichen der Fassade, die ursprünglich zum Einlagern der Waren dienten. Der obere Teil des Giebels wird vom Erdgeschoss durch einen Vierblattfries getrennt, in den das Spitzbogenportal einschneidet. Der Obere Teil des Pfeilerstaffelgiebels wird durch die vier Pfeiler in drei vertikale Bereiche unterteilt, die nochmals jeweils in zwei Achsen unterteilt werden können. Horizontal lässt sich der Giebel sehr schön durch die Annordnung der Fenster in 5 Achsen unterteilen. Die vierte und fünfte Fensterreihe des Giebels ist jeweils rechts und links um ein Fenster eingerückt und bildet somit die Staffelung des Giebels. In diese Form ist der Giebel erst nach der Restaurierung wieder entstanden. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts bestand der mittlere Teil aus fünf Fensterreihen, wie heute, aber die beiden äußeren Giebelteile bestanden nur aus drei horizontalen Fensterreihen. Somit hatte der Giebel nur eine Abstufung und nicht zwei wie heute.
Die Pfeiler sind mit reichem Wimpergschmuck verziert. Die Leibungskanten der Fensteröffnungen des Giebels sowie sämtlicher Zierformen und Verzierungen sind alle gleich mit glasierten Hartbrandklinkern hergestellt, wodurch sich die Fenster sehr gut von der Fassade absetzen. Auch die Horizontale Gliederung ist dadurch gut ablesbar.


4 Das „Schabbellhaus“


4.1 Entstehung und Veränderung


„Das Schabbellhaus ist der bekannteste Profanbau der Renaissance in Mecklenburg.“1 In Wismar an der Ecke Schweinsbrücke und Frische Grube befindet sich dieser Bau, der in der Zeit von 1569 bis 1571 seine Gestaltung und sein Aussehen bekommt wie es heute zum größten Teil rekonstruiert ist. Der Baumeister Philipp Brandin bekam den Auftrag vom Bauherr Heinrich Schabbell aufgrund seiner künstlerischen Fähigkeiten. Brandin hatte bis dahin noch keine Bauerfahrung und war bis zu dieser Zeit nur als Bildhauer am Hofe des Herzogs tätig. Aber genau dieses suchte Schabbell. Er hatte ein Gebäude vor Augen, welches reich verziert und prunkvoll wirken soll. Mit diesem Gebäude wollte er zeigen, welche Macht und welchen Reichtum er besaß. So entstand der „erste Renaissancebau Wismars im niederländischen Stil“ 2.
Schabbell orientierte sich bei der Planung zum Teil an den Vorgängerbauten, welche er nicht komplett abreißen lies, sondern deren Grundmauern er teilweise nutzte um sein neues Gebäude darauf zu errichten. Schon damals dachte man ökonomisch.
Schabbell kümmerte sich wenig um die Baukonvention der Stadt. Normalerweise wurden alle Häuser so errichtet, dass der Giebel zu Straße hin zeigt. Schabbell hatte gute städtebauliche und wirtschaftliche Gründe dies nicht zu tun. Das Grundstück lang an der damaligen Verbindungsstraße zwischen dem Poeler Tor und dem Mecklenburger Tor die auch genau über den Markt der Stadt führte. Das hatte zur Folge, dass alle diejenigen die in die Stadt wollten oder die sogar bis in die Residenzstadt Schwerin weiterreisten an seinem Haus vorbei mussten. Schabbell plante den repräsentativen Giebel so, dass er schon von weiten zu sehen war. Sobald man am Chor der mächtigen Nikolaikirche vorbeikam, konnte man auf das Haus sehen. Aber es gab noch andere Gründe für diesen Verstoß der Bauordnung. Die Grube, die direkt vor dem Haus entlang führte, war schiffbar. Geplant war ein Kanal der an Schwerin vorbei bis hin zu Elbe geführt werden sollte. Die Grube sollte das Anschlussstück zum Hafen werden. Leider wurde dieser Kanal aus Kostengründen nie gebaut. Trotzdem ist das Gebäude aber Grubenseitig erschlossen.
Das Haupthaus war schon immer Wirtschaftsgebäude und als Brauerei geplant. Davon zeugen die breiten Toreinfahrten, der große Giebel und die hohen Speicherräume im Dachgeschoss. Im Nebengebäude waren die Wohnungen untergebracht.
Das Haus war bis ins 18. Jahrhundert im Besitz der Familie Schabbell. Im darauf folgenden Jahrhundert wechselten die Besitzer in relativ kurzen Zeitabständen. Um 1873 erwirbt ein Unternehmer namens Koch das Gebäude, welcher es ebenfalls als Brauerei nutzt.
Mittlerweile kann das Haus eine Nutzungsgeschichte von über 300 Jahren als Hausbrauerei nachweisen, dessen ist sich Koch bewusst. – Also ein Haus mit Tradition.
In der Zeit von 1873 bis 1899 wird das Gebäude grundlegend verändert. Die Dachgauben
verschwinden, dafür werden zahlreiche kleine Fenster in die Dachhaut eingesetzt. Sogar das Dach über dem Nebengebäude wird etwas angehoben um die Raumhöhe zu verbessern. Bei den Baumaßnahmen wird auch der bis dahin erhaltene Zwerggiebel auf dem Nebengebäude beseitigt. Ebenfalls wird die Hofdurchfahrt aufgegeben und vermauert und eine Reihe kleiner Kellerfenster werden in das Nebengebäude eingesetzt. Somit verschwinden alle Anzeichen welche das Nebengebäude als solches kennzeichnen. Um die Jahrhundertwende gewinnt der Tourismus in Wismar an Bedeutung. In dieser Zeit wurde dann das ehemalige Prunkzimmer als Gaststube ausgebaut. Bis 1922 ist das Haus dann total heruntergekommen, da zwar Änderungen durchgeführt worden sind aber, grundlegende Restaurierungen der Sandsteinformen und Profile jedoch nicht stattgefunden haben.
1933 wird in dem nun schwer geschädigten Gebäude das Heimatmuseum eingerichtet und nach und nach wird das Haus renoviert. Aus Kostengründen wird jedoch das Dach nicht wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt und auch die Fenster bleiben ohne Bleiverglasung. Ein Großteil der Originalsubstanz des Haupthauses konnte nicht erhalten werden, zu stark waren die Witterungseinflüsse. „Genau genommen ist das Hauptgebäude des Schabbellhauses in wesentlichen Teilen nicht mehr als eine (gute) Kopie.“ 3
Im Sommer 1940 ziehen „kriegswichtige Behörden“ in das Haus ein. Nach dem Krieg öffnet dann 1950 wieder das Heimatmuseum die Türen des Schabbellhauses.
1994 wurde das Gebäude dann wieder grundlegend renoviert. Die Schadensbilanz war dramatisch. Die Kellerwände durchnässt, das Mauerwerk feucht, Aussalzungen und abgesprengte Putzschollen prägten das Erscheinungsbild des Hauses. Es gab eine Unmenge von Setzrissen und auch die Sandsteinprofile am Nebengebäude waren bis zur Unkenntlichkeit abgesandet. Auch der Dachstuhl, von dem es nicht erwartet wurde war in vielen Teilen Stark verfault.
Bei dieser Rekonstruktion wurde beschlossen, das Schabbellhaus in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Die Innere Raumaufteilung konnte nicht in allen Teilen wieder Hergestellt werden, da ansonst die Nutzung als Museum nicht funktionieren würde. Äußerlich gesehen beschloss man das Gebäude soweit zu rekonstruieren wie man es geschichtlich belegen konnte. Die Bereiche die nicht wiederhergestellt werden konnten wurden in moderner Architektur dem Gebäude angepasst.
Seit 1997 steht das Gebäude nun so da, wie es heute zu sehen ist.

4.2 Beschreibung des „Schabbellhaus“


Das Schabbellhaus ist ein durchgängig zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach auf dem Haupt- und dem Nebengebäude. Das Erdgeschoss ist wesentlich höher als das Obergeschoss. Ungewöhnlich ist die traufseitige Lage des Gebäudes zur Hauptstraße, wie oben schon beschrieben. Der Giebel ist zur Nebenstraße ausgerichtet. Aufgrund der Platzmöglichkeit konnte auch das Nebenhaus direkt an die Straße gesetzt werden und ist somit Teil der Fassade. Durch das abfallende Gelände scheint das Kellergeschoss aus dem Boden zu wachsen.
Ein umlaufender Fries verbindet das Hauptgebäude mit dem Nebengebäude und trennt gleichzeitig das Obergeschoss vom Erdgeschoss.
Die Traufseite des Hauptgebäudes wird durch die beiden in Sandstein gefassten Rundbogenportale bestimmt. Die Portale werden gerahmt von kannelierten Dreiviertelsäulen die auf Podesten stehen. Darüber, als Krönung tragen die Tore Wappenkartuschen der Familie Schabbell und Dargun. Die Türen sind mit schlichtem Zickzackmuster bestückt, ohne weitere Verzierungen. Auf eine symmetrische Anordnung der Fenster hingegen wurde verzichtet. Neben dem rechten Portal befinden sich im Erdgeschoss zwei Fenster, ein weiteres zwischen den Portalen und zwei übereinander liegende Fenster auf der Linken Seite des Gebäudes. Die Fenster im Obergeschoss sind gleichmäßig aufgeteilt mit Ausnahme des Linken Fensters. Dieses bildet eine Achse mit den beiden darunter liegenden Fenstern. Dieser Bereich war ehemals die Darre und wurde im laufe der Jahre des Öfteren verändert. Die Kellerfenster sind einfache Rundbogenöffnungen die mit einer Klappe verschlossen sind.
Die repräsentative Giebelfassade zur Grube hingegen ist symmetrisch angeordnet. Die Schaufront ist dreiachsig und wird von kannelierten und gebänderten Pilastern bis ins erste Dachgeschoss begleitet. Die Giebelecken sind durch Sandsteinquader verstärkt. Horizontale Friese zeichnen auch hier die geschossigkeit ab. Das Gebäude besitzt insgesamt vier Geschosse. Davon waren die unteren beiden als Nutzungsebene Geplant und die oberen zwei Dachgeschosse als Speicherböden. Profilierte Sandsteinbänder bilden die Kontur des Volutengiebels, welcher mit einem aufgesetzten Segmentgiebel abschließt. Die Endungen der Voluten sind dekorativ mit Knöpfen und Löwenköpfen besetzt. Auf den Absätzen des Volutengiebels findet man Obelisken und Skulpturen, die den Giebel höher erscheinen lassen. Das Mittelfenster im Erdgeschoss besitzt pagodenförmige Putzstreifen, dadurch entsteht eine besondere Betonung dieses Fensters. Ehemals lag dahinter die Prunkstube. Die beiden anderen Fenster des Erdgeschosses sind nur schlicht mit Putzstreifen versehen und ohne Verzierungen. Das Obergeschoss besitzt in den Achsen liegende rechteckige Fenster, die nur gerahmt sind und nicht großartig verziert. Im ersten Speichergeschoss findet man halbrunde Öffnungen, die sich in der mittleren Achse nach oben hin fortsetzen. Alle Rundbogenfenster sind verziert mit abwechslungsreicher Sandsteinrahmung. Die Mittelöffnung im ersten Speichergeschoss wird von zwei korinthischen Säulen gerahmt, diese tragen einen kleinen Balkon für die Etage darüber. Die Öffnungen im obersten Speichergeschoss werden zunehmend kleiner und verspringen zur Mitte des Giebels. Sind die Fenster in der ersten Achse des Speichergeschosses noch rechteckig mit einem einfachen Gesims, wechseln sie eine Achse höher in eine Runde Form mit einer Verzierung aus Sandstein mit Dreipassformen. Das letzte Fenster in der Vertikalen Achse ist ebenfalls rechteckig und nimmt die Form und Größe der schon verwendeten Fenster wieder auf. Die Öffnungen in der Fassade schließen mit einer runden Öffnung ab in die eine kleine Skulptur eingearbeitet ist. Leider ist nicht zu finden was diese darstellt.
Bei dem Nebengebäude lassen sich die Geschosse ebenfalls durch den umlaufenden Fries gut ablesen. Durch den abfallenden Straßenraum kommen die Kellerfenster immer mehr zum Vorschein, diese beeinflussen nun zunehmend das Fassadenbild und lassen das Erdgeschoss noch höher erscheinen, da es keine Sichtbare horizontale Trennung gibt. Vertikal lässt sich der Nebentrakt in vier Bereiche einteilen, die aus insgesamt sieben Fensterachsen mit zentriert übereinander liegenden Fenstern bestehen. Die Dachfläche ist mit drei kleineren Gauben und einigen kleinen Dachfenstern bestückt und wird durch einen Zahnfries von der Fassade getrennt. Die Fenster der ersten beiden Achsen im Erdgeschoss sind größer als die der letzten vier Achsen. Dies beruht auf einer Änderung um 1922 als das Museum eingerichtet wurde. Die dritte Achse wird von einem modern gestalteten Fenster bestimmt. An dieser Stelle war ursprünglich die Tordurchfahrt zum Hof. Die zwei löwenköpfigen Konsolsteine und die Überreste der senkrechten Sandsteinpfosten bis zum Fenstersturz zeugen von noch von der Durchfahrt. Die restlichen vier Fensterachsen sind gleichmäßig aufgebaut, nur der Abstand zueinander variiert. Die gesamte Fassade des Nebengebäudes ist sehr schlicht und in der architektonischen Gliederung sehr zurückgenommen.

5 Literaturverzeichnis


Deutschland – Porträt einer Nation; Bertelsmann Lexikothek Verlag; Band 9;

Deutschland – Porträt einer Nation, Kultur und Naturführer Nord; Bertelsmann Lexikothek Verlag; Band 11

1,2,3 Mazzoni, Ira Diana: Gegenwärtige Vergangenheit; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart München

Dehio, Georg: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler; Deutscher Kunstverlag München Berlin; 2. Auflage

Koepf, Binding: Bildwörterbuch der Architektur; Alfred Kröner Verlag Stuttgart; 4. überarbeitete Auflage; 2005

Institut für Denkmalpflege: Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR – Mecklenburgische Küsterregion; Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1990

http://www.mvweb.de/baudenkmal; 06.11.2007

http://www.alter-schwede-wismar.de; 06.11.2007

http://de.wikipedia.org/wiki/Wismar; 04.11.2007

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